Teuflisch gut oder ungeeignet?
Um eine erfolgreiche Brut dem Ergebnis kräftiger vitaler Küken durchzuführen, ist neben der Einhaltung eines geeigneten Brutplans besonders auch die Qualität der Bruteier ein sehr entscheidender Faktor. Noch lange nicht jedes Ei ist ein geeignetes Brutei.
Doch worauf ist zu achten? ….und was zeichnet ein gutes La Flèche Brutei aus?
Bereits vor dem Sammeln von Bruteiern sollten einige Dinge Beachtung finden.
Sehr förderlich für die Befruchtungsrate und eine gute Legetätigkeit von La Flèchehennen ist eine harmonische Zuchtgruppe. Dem anvisierten Zuchtstamm sollte demnach ausreichend Zeit gegeben werden, sich zusammenzufinden.
Fütterung der Elterntiere
Auch die Fütterung der Elterntiere ist erheblich mitbestimmend für den Erfolg der Brut und der Entwicklung der Küken. Nicht selten findet dieser Aspekt zu wenig Beachtung.
Neben dem richtig ausgewogenen Futter für die Zuchtgruppe wirken sich geraspelte Möhren mit etwas Sonnenblumenöl und Buttermilch im Weichfutter beispielsweise positiv auf die Befruchtungsrate aus und sorgen für wichtige Inhaltsstoffe im Ei.
Bruteigewicht prüfen
Zwei wesentliche Aspekte, die sehr einfach eingeschätzt werden können, sind Farbe und Gewicht der Eier. Die gewünschte Eifarbe ist weiß, wobei eine zarte rosa Tönung gerne gesehen wird.
Das empfohlene Bruteimindestgewicht bei La Flèche wird meist mit 60 g angegeben.
Von einigen La Flèchezüchtern habe ich jedoch auch schon erfahren, dass es für die Größenentwicklung der Nachzuchten durchaus förderlich ist, mit etwas schwereren Eiern zu brüten.
Das anzustrebende Brutei-Gewicht liegt somit etwas höher, so bei 65-75 g
Einige Züchter bevorzugen unter anderem auch deshalb mit mehrjährigen La Flèche-Zuchthennen zu ziehen. Zudem verfügt man bei mehrjährigen Tieren auch bereits über zuverlässige Informationen hinsichtlich Robustheit, Legeleistung usw. und das Verhältnis von Eidotter : Eiklar ist bei Eiern von älteren Tieren günstiger für die Entwicklung der Küken im Ei.
Stallhygiene ist auch ein wesentlicher Erfolgsfaktor
Eine gute Stallhygiene ist für die Qualität von Bruteiern Gold wert! Saubere Legenester sollten immer gegeben sein, doch gerade zur Brutsaison ist dies außerordentlich wichtig. Ein Waschen der Bruteier ist unbedingt zu vermeiden, da die Schutzschicht des Eis dadurch beschädigt wird und Keime in das Ei eindringen können.
Ei-Form und Schwachstellen prüfen
Es macht auch Sinn die ins Auge gefassten Bruteier zu durchleuchten, um leichte Sprünge und Unregelmäßigkeiten in der Eischale aufzudecken. Eier mit Mängeln sollten aussortiert werden, genauso wie jene die Kalkablagerungen aufweisen. Zum Einen können diese leichter brechen und zum anderen funktioniert die Feuchtigkeitsregulierung dann meist nicht optimal. Auch abnorm geformte Eier sind unbedingt von der Brut auszuschließen, da sie die gesunde Entwicklung des Kükens nicht selten erheblich beeinträchtigen.
Freitag, 10. Januar 2014
Sonntag, 22. Dezember 2013
Bisher unbeachtete Farbvielfalt bei den La Flèche
Vorstellung neuer Farbschläge zu Weihnachten
Kurz vor Weihnachten können mancherorts neue Farbschläge der
La Flèche vorgestellt werden.
Bislang nur zur Sichtung und evtl. Verspeisung gebracht:
Bislang nur zur Sichtung und evtl. Verspeisung gebracht:
Mit den neuen weihnachtlichen Farbschlägen wünsche ich
allen Geflügelfreunden und La Flèche-Liebhabern
ein wunderschönes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches Zuchtjahr 2014.
allen Geflügelfreunden und La Flèche-Liebhabern
ein wunderschönes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches Zuchtjahr 2014.
Sonntag, 27. Oktober 2013
Teuflischer Herbstzauber
Bei allem fachlichen Betrachten der La Flèche sollte man sich unbedingt die Zeit nehmen sie zu beobachten und einfach ihren Anblick genießen.
Besonders auch in der herbstlichen Umgebung sind die Wiesenteufel eine echte Augenweide.
Freitag, 4. Oktober 2013
Hopp oder Topp – Die Hörnchen entscheiden?
Die Ausstellungssaison hat begonnen und nicht zuletzt steht auch die Auswahl der Tiere für die Zuchtstämme bald an.
Bei den La Flèche gibt es, wie ich immer wieder feststelle, sehr vieles zu beachten. Doch der Hörnerkamm hat als charakteristisches Merkmal der Rasse sicherlich eine große Bedeutung. Anders als bei manch anderer Rasse ist die Qualität des Kammes bei den Wiesenteufeln erst sehr spät wirklich zu beurteilen. So kann ein vermeintliches Toptier auch noch nach Monaten verformte oder asymmetrische Hörner entwickeln bzw. unerwünschte Fehlstellungen ausprägen.
Wie sollte der Hörnerkamm aussehen?
Der für die Rasse typische Hörnerkamm besteht laut Rassegeflügelstandard im Idealfall aus zwei gleich langen, walzenförmigen und an den Spitzen abgerundeten Hörnern von 2-3 cm Länge beim Hahn und 1-2cm Länge bei Hennen. Die Hörner sollten senkrecht stehen.
Eine klare Ansage, die in der Realität jedoch vielfach nicht in der Idealform erreicht wird.
Gerade, oben abgerundete Hörnchen sind zu bevorzugen. Leichte Abweichungen in der geraden Ausrichtung sind unwesentlich. Eine Ausrichtung der Hörnchen nach vorne ist ok, jedoch nicht nach hinten.
Assymetrische oder gar verformte Hörner wie im linken Bildbeispiel sind unerwünscht.
Das Gewicht, welches der Qualität der Hörnchen bei der Einschätzung der Tiere beigemessen wird, ist je Züchter und auch Preisrichter individuell doch sehr verschieden habe ich festgestellt.
Vielfach wird vehement davon abgeraten Tiere mit offensichtlichen Fehlern in der Kammausprägung zur Zucht einzusetzen...und das sicherlich mit Recht. Tieren mit geraden, symmetrischen Hörnchen sollte man unbedingt den Vorzug geben – sofern man solche Tiere zur Verfügung hat. Die Hörnchen jedoch als alleiniges Auswahl- und KO-Kriterium betrachten ist jedoch in meinen Augen auch nicht förderlich.
Ich persönlich denke, man sollte sie im Zusammenhang mit den anderen Merkmalen der Tiere einschätzen und dabei streng für sich hinterfragen, ob die Kammausprägung für die eigene Zuchtlinie passend ist, oder ob man sich mit einem fehlerhaft ausgebildeten Kamm Merkmale in der weiteren Zucht festigt, die man nicht möchte. So werde ich zumindest an die Sache rangehen.
Soweit die ersten Einblicke eines La Flèche Zuchteinsteigers in die Thematik. Eine ergänzende Expertendarstellung wird folgen.
Bei den La Flèche gibt es, wie ich immer wieder feststelle, sehr vieles zu beachten. Doch der Hörnerkamm hat als charakteristisches Merkmal der Rasse sicherlich eine große Bedeutung. Anders als bei manch anderer Rasse ist die Qualität des Kammes bei den Wiesenteufeln erst sehr spät wirklich zu beurteilen. So kann ein vermeintliches Toptier auch noch nach Monaten verformte oder asymmetrische Hörner entwickeln bzw. unerwünschte Fehlstellungen ausprägen.
Wie sollte der Hörnerkamm aussehen?
Der für die Rasse typische Hörnerkamm besteht laut Rassegeflügelstandard im Idealfall aus zwei gleich langen, walzenförmigen und an den Spitzen abgerundeten Hörnern von 2-3 cm Länge beim Hahn und 1-2cm Länge bei Hennen. Die Hörner sollten senkrecht stehen.
Eine klare Ansage, die in der Realität jedoch vielfach nicht in der Idealform erreicht wird.
Gerade, oben abgerundete Hörnchen sind zu bevorzugen. Leichte Abweichungen in der geraden Ausrichtung sind unwesentlich. Eine Ausrichtung der Hörnchen nach vorne ist ok, jedoch nicht nach hinten.
Assymetrische oder gar verformte Hörner wie im linken Bildbeispiel sind unerwünscht.
Das Gewicht, welches der Qualität der Hörnchen bei der Einschätzung der Tiere beigemessen wird, ist je Züchter und auch Preisrichter individuell doch sehr verschieden habe ich festgestellt.
Vielfach wird vehement davon abgeraten Tiere mit offensichtlichen Fehlern in der Kammausprägung zur Zucht einzusetzen...und das sicherlich mit Recht. Tieren mit geraden, symmetrischen Hörnchen sollte man unbedingt den Vorzug geben – sofern man solche Tiere zur Verfügung hat. Die Hörnchen jedoch als alleiniges Auswahl- und KO-Kriterium betrachten ist jedoch in meinen Augen auch nicht förderlich.
Ich persönlich denke, man sollte sie im Zusammenhang mit den anderen Merkmalen der Tiere einschätzen und dabei streng für sich hinterfragen, ob die Kammausprägung für die eigene Zuchtlinie passend ist, oder ob man sich mit einem fehlerhaft ausgebildeten Kamm Merkmale in der weiteren Zucht festigt, die man nicht möchte. So werde ich zumindest an die Sache rangehen.
Soweit die ersten Einblicke eines La Flèche Zuchteinsteigers in die Thematik. Eine ergänzende Expertendarstellung wird folgen.
Freitag, 27. September 2013
Silvi - Allein unter Italienern
Bei der diesjährigen zweiten teuflischen Brut im Westerwald schlüpfte leider nur ein La Flècheküken.
Durch eine nicht vorhersehbare Verzögerung beim Bruteiversand mit der Post waren meine Hoffnungen auf ein gutes Brutergebnis dahin. Doch ich hatte Glück im Unglück. Ein einziges kleines blauschwarzes Hennen-Küken schlüpfte.
Tja so war es nicht geplant, aber nun wächst es auf – allein unter Italienern.
Die blaue Silvi behauptet sich
Sie hat es nicht einfach als zartes Hühnchen in der Horde von jungen Wilden, doch sie behauptet sich ausgezeichnet.
Dies ist nun eine gute Gelegenheit die La Flèche direkt im Zusammenspiel mit anderen Hühnerrassen zu beobachten. Italiener und La Flèche werden als temperamentvolle Rassen bezeichnet, doch sie unterscheiden sich im Wesen ganz erheblich. La Flèche sind sanftmütige, sehr bewegungsfreudige Hühner, aber wirklich keine Draufgänger wie Italiener. Bei der Jungtiergruppe der ersten Brut ist deutlich zu beobachten, dass die La Flèche sich lieber unter ihresgleichen aufhalten.
Silvi, dieser Möglichkeit beraubt, hat ihre eigene Strategie….
Sie ist oft alleine im Gelände unterwegs, erkundet neugierig alles und schaut nur ab und an bei der Gruppe vorbei. Auseinandersetzungen geht sie grundsätzlich aus dem Weg.
Trotz ihrer meist eher zurückhaltenden Verhaltensweise und ihrer im Vergleich mit den gleichaltrigen Italienern noch geringeren Größe ist sie erstaunlicher Weise allerdings nicht ganz unten in der Rangordnung. Sie versteht sich auf strategische Auswahl von Beschützern unter den jungen Italienerhähnen.
Wie ich die Wiesenteufel kennenlerne, vereinen sie einfach viele Gegensätze.
Das macht es besonders spannend sie zu beobachten….
Durch eine nicht vorhersehbare Verzögerung beim Bruteiversand mit der Post waren meine Hoffnungen auf ein gutes Brutergebnis dahin. Doch ich hatte Glück im Unglück. Ein einziges kleines blauschwarzes Hennen-Küken schlüpfte.
Tja so war es nicht geplant, aber nun wächst es auf – allein unter Italienern.
Die blaue Silvi behauptet sich
Sie hat es nicht einfach als zartes Hühnchen in der Horde von jungen Wilden, doch sie behauptet sich ausgezeichnet.
Dies ist nun eine gute Gelegenheit die La Flèche direkt im Zusammenspiel mit anderen Hühnerrassen zu beobachten. Italiener und La Flèche werden als temperamentvolle Rassen bezeichnet, doch sie unterscheiden sich im Wesen ganz erheblich. La Flèche sind sanftmütige, sehr bewegungsfreudige Hühner, aber wirklich keine Draufgänger wie Italiener. Bei der Jungtiergruppe der ersten Brut ist deutlich zu beobachten, dass die La Flèche sich lieber unter ihresgleichen aufhalten.
Silvi, dieser Möglichkeit beraubt, hat ihre eigene Strategie….
Sie ist oft alleine im Gelände unterwegs, erkundet neugierig alles und schaut nur ab und an bei der Gruppe vorbei. Auseinandersetzungen geht sie grundsätzlich aus dem Weg.
Trotz ihrer meist eher zurückhaltenden Verhaltensweise und ihrer im Vergleich mit den gleichaltrigen Italienern noch geringeren Größe ist sie erstaunlicher Weise allerdings nicht ganz unten in der Rangordnung. Sie versteht sich auf strategische Auswahl von Beschützern unter den jungen Italienerhähnen.
Wie ich die Wiesenteufel kennenlerne, vereinen sie einfach viele Gegensätze.
Das macht es besonders spannend sie zu beobachten….
Dienstag, 17. September 2013
Zum Teufel mit der Schönheit
Vom kleinen Teufel zum schönen, edlen Jungtier
Den grundlegenden teuflischen Ausdruck zeigen die La Flèche ja bereits durch die Entwicklung ihrer charakteristischen Hufeisennase und den Hörnchen. Bis La Flèche jedoch ihre besondere Schönheit im Gesamteindruck zeigen, dauert es länger als bei manch anderer Hühnerrasse. Doch eine geduldige Aufzucht mit reichlich Auslauf zahlt sich aus.
Ab der 13 Woche scheinen die kleinen noch etwas struppig wirkenden Wiesenteufel raketenartig in die Höhe zu schießen. Von einer edlen Haltung kann man dann allerdings immer noch nicht sprechen. Vielmehr wirken sie wie jugendliche Halbwüchsige, bei denen die Proportionen von Körper und Beinen nicht so recht zusammenpassen wollen. Der Bewegungsablauf der Jungtiere ist zu dieser Zeit lustig anzuschauen. Besonders die hochbeinigen Hähne schreiten über die Wiese wie Störche.
Ist man mit der Rasse noch nicht so vertraut und auf die Weiterentwicklung sehr gespannt, zieht sich diese Phase gefühlt ewig hin. Dies ist allerdings im Hinblick auf das erforderliche Wachstum des Knochengerüstes auch sehr wichtig. Schließlich müssen die Knochen das wachsende Gewicht auch tragen können. Im darauf folgenden Wachstumsschub entwickeln sie sich vom etwas ungelenk wirkenden Jungtier zum wohlproportionierten Wiesenteufel mit stolzem Ausdruck und einnehmender Persönlichkeit.
Den grundlegenden teuflischen Ausdruck zeigen die La Flèche ja bereits durch die Entwicklung ihrer charakteristischen Hufeisennase und den Hörnchen. Bis La Flèche jedoch ihre besondere Schönheit im Gesamteindruck zeigen, dauert es länger als bei manch anderer Hühnerrasse. Doch eine geduldige Aufzucht mit reichlich Auslauf zahlt sich aus.
Ab der 13 Woche scheinen die kleinen noch etwas struppig wirkenden Wiesenteufel raketenartig in die Höhe zu schießen. Von einer edlen Haltung kann man dann allerdings immer noch nicht sprechen. Vielmehr wirken sie wie jugendliche Halbwüchsige, bei denen die Proportionen von Körper und Beinen nicht so recht zusammenpassen wollen. Der Bewegungsablauf der Jungtiere ist zu dieser Zeit lustig anzuschauen. Besonders die hochbeinigen Hähne schreiten über die Wiese wie Störche. Ist man mit der Rasse noch nicht so vertraut und auf die Weiterentwicklung sehr gespannt, zieht sich diese Phase gefühlt ewig hin. Dies ist allerdings im Hinblick auf das erforderliche Wachstum des Knochengerüstes auch sehr wichtig. Schließlich müssen die Knochen das wachsende Gewicht auch tragen können. Im darauf folgenden Wachstumsschub entwickeln sie sich vom etwas ungelenk wirkenden Jungtier zum wohlproportionierten Wiesenteufel mit stolzem Ausdruck und einnehmender Persönlichkeit.
Mut zur Häßlichkeit
Vom kleinen Geier zum langbeinigen Teufel in Woche 3-13
In der „Geierphase“, wie ich es nenne, ist man ein wenig erinnert an die Geschichte vom häßlichen Entlein. In der Aufzuchtphase so bis zur 8. Woche sehen die kleinen La Flèche teilweise schon etwas wild und zerrupft aus. Da fragt man sich schon ob man nicht kleine Geier großzieht.
Mit dem Wissen, dass aus ihnen wunderschöne edle Tiere werden, kann man über diese Anblicke allerdings nur sehr amüsiert lächeln.
Mut zur Häßlichkeit – zum Teufel mit der Schönheit….
In der „Geierphase“, wie ich es nenne, ist man ein wenig erinnert an die Geschichte vom häßlichen Entlein. In der Aufzuchtphase so bis zur 8. Woche sehen die kleinen La Flèche teilweise schon etwas wild und zerrupft aus. Da fragt man sich schon ob man nicht kleine Geier großzieht.
Mit dem Wissen, dass aus ihnen wunderschöne edle Tiere werden, kann man über diese Anblicke allerdings nur sehr amüsiert lächeln.
Mut zur Häßlichkeit – zum Teufel mit der Schönheit….
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